Julia Mauracher. Powered by Blogger.

Italien im Frühling oder: Limoncello - Tartelettes

Als ich heute Morgen aus dem Fenster sah, traf mich fast der Schlag.
Da lag Schnee auf der Straße, auf den Bäumen, den Autos und unaufhaltsam kommt (noch immer) Nachschub von oben.
Und dabei haben wir doch fast schon Mai und ich bin im Herzen schon sehr auf Frühling, Farben, Wärme und Sonne eingestellt...und auf dem Blog auch.
Tatsächlich handelt es sich beim heutigen Post um ein italienisch inspiriertes Frühling- , wenn nicht sogar Sommer - Rezept.




In meiner Kindheit verbrachten wir gefühlt den gesamten Frühling in Italien.
Meine Eltern und deren Bekanntenkreis sind große Sportkletter - Fans und wie so ziemlich alle anderen kletterbegeisterten Tiroler pilgerten auch wir jedes verlängerte Wochenende an den Gardasee.
Für den Campingplatz - Pool war es meistens leider noch zu kalt, also mussten wir Kinder uns andere Beschäftigungen suchen.
Eine leichte Aufgabe, denn das Städtchen, auf dessen Campingplatz wir immer wohnten, bot so einiges: einen Fluss, an und in dem man großartig Abenteuer spielen konnte, einen Zoo mit Enten, Pfauen und Katzen, eine Burg hoch über der Stadt, die man nach einer kurzen Wanderung durch Olivenhaine erreichte, die beste Eisdiele in ganz Italien, kleine italienische Lebensmittelläden, in denen man "Big Babol" - Kaugummis und andere Süßigkeiten kaufen konnte sowie eine wunderschöne Altstadt mit Park und Spielplatz.



40 years in style oder: Rosa Ombre - Geburtstagstorte für HALLHUBER*

Mein Rezept für den "Pink Ombre Cake" ist nach wie vor der meistgeklickte Beitrag meines Blogs.
Ganze 14.000 Mal wurde das Rezept gesucht, gelesen und hoffentlich auch nachgebacken.
Der "Ombre" Look hat in den letzten Jahren Haarstile, Torten und Interior Design inspiriert und ich sehe nach wie vor keinen Abbruch.
Gut so, denn ich wollte mein Rezept für die Ombre - Torte schon sehr, sehr lange neu fotografieren.


Sonntagsstimmung oder: Himbeer - Scones mit weißer Schokolade

Frühstück ist für mich die schönste und leckerste Mahlzeit des Tages.
Nur das "früh" stört mich ein wenig.
Ich esse wirklich selten vor 12 Uhr, das mag vielleicht daran liegen, dass ich überhaupt kein Morgenmensch bin.
Wer mich kennt, der weiß, dass ich vor einem Kaffee oder mindestens einer Stunde Tageslicht nicht ansprechbar, geschweige denn zu Späßen, Gesprächen oder Aufgaben bereit bin.
Nahrungsaufnahme zählt ebenso zu den Dingen, mit denen ich kurz nach dem Aufstehen nicht umgehen kann.

Umso schöner ist es, sich auch mal Zeit zu nehmen und sich durch das große Frühstücksangebot unserer Welt zu probieren.
Hotel - Frühstück empfinde ich deshalb übrigens nach wie vor als unglaublichen Luxus und freue mich vor einem Wellness - Urlaub oder Städte - Trip immer am meisten drauf...ich stehe auch immer früh genug auf (auch im Urlaub), damit ich das Frühstücks - Buffet unter keinen Umständen verpasse.

 


Frühlingserwachen oder: Pistazien - Nougat - Hefezopf


Was für ein kitschiger Post - Titel.
Aber mal ehrlich, gibt's eine bessere Bezeichnung für das, was dieser Post bedeutet?
Nicht nur, dass es das erste Frühlingsrezept des Jahres auf dem Blog ist, es ist auch das Rezept, mit dem ich mein ganz persönliches Frühlinsgerwachen feiere.
I am back. Aufgewacht. Startklar.
Natürlich noch immer auf Sparflamme und auch immer noch nicht ganz gesund, aber das wird sowieso noch eine ganze, lange Weile dauern.

Einfach ist es immer noch nicht.
Ist man erst mal über den Berg, kommt eine ganz fiese Phase.
Die "Ich möcht' schon wieder, kann aber noch nicht" - Phase.
Der Kopf wäre schon wieder bereit für vieles, der Körper weigert sich noch.
Alltags - Aufgaben dauern ewig, Spaziergänge sind nach 20 Minuten schon wieder anstrengend, es knackt und knirscht bei jeder Bewegung und dann kommt auch noch hinzu, dass man sich eigentlich gar nicht alleine vor die Türe traut, weil man das Vetrauen in diese große, weite Welt ein wenig verloren hat.





My Body is A Wonderland oder: Reha - Gedanken






Als Frau ist man prinzipiell eher nicht zufrieden mit seinem Körper.
Ich kenne keine Frau, die von sich selbst behauptet, zu 100% glücklich mit ihrem Körper zu sein und keinerlei Problemzonen zu haben.
Und dabei gibt es in meinem Umfeld viele Frauen, die einen Körper wie Heidi Klum, Haare wie eine Disney – Prinzessin oder Gesichtszüge wie Barbie haben.
Auch ich selbst war noch nie in meinem Leben wirklich zufrieden mit mir.
Als Kind war ich superdünn und klein, wurde deshalb immer gehänselt und habe nie gelernt, meinen Körper zu akzeptieren.
Ich wurde von Erwachsenen, Lehrern und Mitschülern oft als „die Kleine“ abgestempelt und ich glaube genau daher kommt mein heute eher „lauter“ Charakter.
Ich musste mich immer beweisen, wollte mich aus dem Hintergrund in den Vordergrund schieben und habe schnell gelernt, dass ich meine kleine Körpergröße mit meiner Art, mich auszudrücken, kompensieren kann.

Die Zwangspause oder: Schön ist es, auf der Welt zu sein

Frau M., machen Sie in Ihrem Leben eigentlich auch Pausen?“
Diese Frage wurde mir eines Tages während des Aufenthaltes hier in der Klinik gestellt.
Ich wollte sofort „Ja!“ sagen, aber dann musste ich plötzlich stutzen.
Was sollte diese Frage eigentlich bedeuten?
Natürlich mache ich Pausen.
Mittagspause, Urlaub am Meer, Wochenenden, Serienabende. Oder ganz konkret: nach meiner Physiotherapie mache ich auch immer ein kurzes Nickerchen, bevor es zur Beingymnastik geht.
Und dann habe ich ganz ehrlich über diese Pausen nachgedacht.
Mittagspause heißt oft Essen warmmachen und neben dem PC essen. Wenn dann das Telefon klingelt, dann gehe ich oft auch dran.
Während der Urlaubstage am Meer habe ich täglich meine sämtlichen Accounts bei sozialen Netzwerken gecheckt und ganz nebenbei auch noch ein Vorstellungsgespräch geführt und einen neuen Job ergattert.
Am Wochenende arbeite ich alle zwei Wochen in meinem Nebenjob in der Gastronomie.
Wenn ich dort nicht arbeite, dann arbeite ich an einem neuen Blogpost.
Und das Nickerchen nach der Physiotherapie ist eigentlich auch geprägt von Gedanken an das, was ich alles noch erledigen muss an diesem Tag.