Julia Mauracher. Powered by Blogger.

Schöne Zeiten oder: Apfel - Walnuss - Pie nach Cynthia Barcomi

So schnell ist Ostern nun auch schon wieder vorbei.
Ich habe meine paar freien Tage genutzt, um nach Berlin zu fahren und ein paar ganz liebe Freunde zu besuchen. Und weil ich zum ersten Mal NICHT beruflich dort war, standen bei diesem Trip auch ein paar Museums- und Cafebesuche an.
 


 In der "elf Gaststätte", zu finden im Stadtteil Prenzlauer Berg, probierte ich ein getoastetes Ciabatta-Brötchen mit Ziegenkäse, Honig, Birnen und Thymian.War megalecker und die Athmosphäre dort ist unschlagbar, man fühlt sich einfach nur wohl. Eine Freundin von mir schwört übrigens auf das Müsli dort.

Gaststätte ELF in Prenzlberg, Foto: Google

 Next stop war bei "Fräulein Wild", ich habe in irgendeinem Backmagazin über dieses Cafe gelesen und wollte danach unbedingt mal dort hin. Die Kuchenvitrine ließ keine Kuchenwünsche offen und das Frühstück war auch wirklich gut. Die Räumlichkeiten laden zu langem, gemütlichen Sitzen ein. Nur den Kaffee fand ich nicht so lecker, aber das lag vielleicht einfach daran, dass ich am Tag zuvor einen wirklich überdurchschnittlich feinst gerösteten Kaffee kosten durfte: bei Kuchengöttin Cynthia Barcomi im "Barcomi's Cafe & Kaffeerösterei".

Frühstück bei Fräulein Wild, Foto: Julia Bakes

Dort gönnte ich mir einen umwerfend leckeren Pecan-Pie und superköstlichen Kaffee. Der Pecan-Pie hat mich so geprägt, dass mein heutiges Rezept auch gleich eines von Cynthia ist. Also, teilweise. Denn was mich an diesem Pie am meisten umgehauen hat, war der Boden. Das war kein gewöhnlicher Mürbteig, wie ich ihn seit Jahren backe, sondern ein Teig, der geschmacklich und auch von der Konsistenz an Blätterteig erinnert - und doch sehr einfach herzustellen ist!


Mein heutiger Apfel-Walnuss-Pie ist eine perfekte Kombination aus altbewährt und neu entdeckt, denn die Füllung backe ich nun tatsächlich schon seit über fünf Jahren. Ist ja auch supereinfach, Äpfel mit Walnüssen und als Extraschmankerl noch Cranberries.
Das Teigrezept kommt von Cynthia und ich kann euch nur anflehen, es mal auszuprobieren...es ist nämlich wirklich, wirklich superklasse. Um es nachbacken zu können, bin ich sogar spätabends noch in drei verschiedene Berliner Supermärkte gejoggt, um PALMIN zu kaufen. Gibts nämlich soweit ich weiß in Tirol nirgends...und grade das Palmin macht den Teig so "flaky" und knusprig.


APFEL - WALNUSS - PIE
(für eine Pie-Form mit ca. 23cm Durchmesser)

für den Teig
420g Mehl
1TL Salz
2EL Zucker
240g Butter
90g Palmfett
140ml eiskaltes Wasser

für die Füllung
4 mittelgroße Äpfel (am besten Boskoop oder andre Kochäpfel)
2EL brauner Zucker
1TL Zimt
1/2TL geriebene Muskatnuss
eine handvoll Walnüsse
eine handvoll Cranberries

Für die Zubereitung des Teigs die Butter und das Palmfett in kleine Stückchen schneiden und für 3 - 5 Minuten einfrieren.
Die restlichen Zutaten vorbereiten: Mehl mit Salz und Zucker mischen, dann die kalten Butter und Palmfett-Stücke dazugeben und mit dem (Stand)mixer vermischen, so dass eine krümelige Masse entsteht. Dabei ist es egal, wenn kleine Butter- oder Fettstücke "ganz" bleiben, das sorgt dann später dafür, dass der Teig knuspriger wird. Das Wasser dazugeben und den Teig kurz zu einer einheitlichen Masse verarbeiten. Auch hier ist es egal, wenn Stücke von Butter oder Palmfett zu sehen sind.
Die Masse halbieren und jeweils ca 1cm-dick ausrollen. Dann in Frischhaltefolie packen und eine Stunde im Kühlschrank kühlen.
Nach der Kühlzeit den Backofen auf 180°C Heißluft vorheizen und eine Pie- oder Tarteform (im Notfall tuts auch eine einfache Springform) einfetten und bemehlen.
Die Äpfel waschen und schälen. Feine Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Die Walnüsse fein hacken und gemeinsam mit Zucker und Cranberries unter die Äpfel mischen. Die Gewürze dazugeben.
Nun eine Teigfläche dünn ausrollen, die Pieform damit auskleiden und mit einer Gabel ein paar Löcher in den Boden stechen. Die Apfelmasse auf den Teigboden geben.
Nun die zweite Teigfläche ausrollen. Ich könnt die gesamte Fläche als Deckel auf den Pie geben oder verschiedenste Muster ausprobieren, wie zB. ein Gitter. Vergesst aber nicht, dass bei einem Deckel immer Messer-Einschnitte im Teig sein sollten, damit die heiße Luft etwas entweichen kann.
Den Pie ca. 20 - 25 Minuten goldbraun backen und dann auskühlen lassen.
Schmeckt hervorragend zu Vanilleeis und Sahne, übrigens...



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