Julia Mauracher. Powered by Blogger.

Teatime oder: Tarte Tatin

Kurz vor Weihnachten habe ich zum zweiten Mal in meinem Leben die wunderschöne Stadt Paris besucht.
Meine Schwester hat dort ihr Auslandssemester gemacht und nach langem Planen und erst hoffnungslosem Termineschieben habe ich tatsächlich ein paar Tage gefunden, um sie dort zu besuchen.


Lieb wie sie ist hat sie einen tollen Plan zusammengestellt, um mir all die Dinge zu zeigen, die ich bei meinem ersten Paris-Besuch vor vier Jahren nicht unterbringen konnte bzw. die mir damals noch nicht so wichtig waren, da ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht so backbegeistert und vor allem keine Bloggerin war.


Ein kleines Highlight meiner kurzen Reise war ein Besuch im Ladurée - Cafe an der Champs-Élysées. Wir haben uns eine klassische "Teatime" gegönnt und nach nur kurzem Anstehen durften wir den französischen Pattisserie-Tempel betreten.


Nebst klassischem Schwarztee probierten wir auch ein kleines exotisches Maracuja-Törtchen sowie die klassisch französische "Tarte Tatin". Die wird dort warm mit saurer Sahne serviert und hat mich tatsächlich umgehauen. Noch nie habe ich so einen leckeren Apfelkuchen gegessen und obwohl ich mich nach meiner Heimkehr direkt in die Küche gestellt habe, um meine eigenen kleinen Tartes zu kreieren, kommt mein Rezept natürlich bei weitem nicht ans Original ran. Die müssen da wohl eine große extra Portion Liebe und Frankreich reinmischen....trotzdem schmecken auch meine kleinen Tarte Tatins sehr, sehr gut und wurden direkt von meiner Familie nachbestellt.


TARTE TATIN
(für 6 kleine Tartelettes)

für den Teig
eine Rolle fertiger Blätterteig

für die Füllung
3 mittelgroße Kochäpfel, zB. Boskoop, Golden Delicious oder Jonagold
2EL Zitronensaft
80g Zucker
35g Butter
 
Für dieses Rezept braucht ihr sechs kleine Tarteletteförmchen.
Die Blätterteigrolle ausrollen und sechs Scheiben ausschneiden, welche dieselbe Größe wie die Förmchen haben. Die Scheiben kühl stellen.
Danach werden die Äpfel geschält und in ca. 3-5mm dünne Scheiben geschnitten. Die Scheiben mit Zitronensaft beträufeln und erstmal zur Seite stellen.
Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Den Zucker in einen großen Topf geben auf mittlerer Stufe erhitzen. Der Zucker soll nur langsam schmelzen. Dabei den Zucker nicht umrühren sondern einfach stehen lassen. Wenn die Ränder braun werden, die Hitze ein bisschen reduzieren und warten, bis der gesamte Zucker goldbraun geschmolzen ist. Aufpassen, dass er nicht zu dunkel wird und früh genug vom Herd nehmen!
Den geschmolzenen Zucker auf die Förmchen verteilen, es reicht ein Klecks pro Förmchen, etwas größer als eine 2- Euro - Münze.
Nun die Apfelscheiben in die Förmchen legen, je nachdem wie ihr wollt quer durcheinander oder schön geschichtet.
Nun kleine Butterflöckchen auf die Äpfel geben und zuletzt die Teigscheiben auf die gefüllten Förmchen legen und die Ränder innerhab der Form festdrücken, nicht über den Rand hinaus!
Die Tartelettes nun ca. 30 Minuten goldbraun backen, dann aus dem Ofen nehmen und kurz auskühlen lassen.
Nun die Tartelettes vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Kühlgitter oder großen Teller/Schneidbrett stürzen. Gegebenenfalls die Ränder leicht mit einem Messer lösen.

Die Tartelettes schmecken am besten lauwarm und sind mit normaler genauso wie mit saurer Sahne (zB. Creme Fraiche) zu genießen. Ich fand auch die Kombination Apfelkuchen & Schwarztee seeehr lecker....




Das Rezept habe ich von einem Rezept auf kuechengoetter.de abgewandelt, die hübsche Teetasse wanderte in Paris bei ZARA HOME in meinen Einkaufskorb...

Kommentare

  1. Sehr hübsch, deine Törtchen <3 ! Ich finde es ja immer ganz toll, wenn man von anderen Städten tolle Inspirationen mit nach Hause bringt. Reisen erweitert auch den Küchen-Horizont :-)
    Liebe Grüße, Renate

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    1. Hallo Renate, danke fürs dein Kommentar! ich lasse mich auch wahnsinnig gern auf Reisen inspirieren, manchmal reicht sogar ein Restaurantbesuch aus und ich hab neue Ideen ;) Alles Liebe! Julia

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  2. Paris ist eine wundervolle Stadt! Tarte Tatin habe ich damals leider nicht probiert. Dafür Unmengen an Macarons :D

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    1. Hey Jana, das solltest du auf jeden Fall nachholen....Tarte Tatin ist SOOOO lecker, ich habs inzwischen schon öfters gemacht, weils auch so wahnsinnig schnell geht...zuletzt mit Mürbteig ohne Ei, superknusprig....yamm!! :) Alles Liebe!

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  3. Ach, Paris... Ich war erst einmal dort (und damals auch noch nicht backbegeistert) und hab "nur" das typische Touri-Programm gemacht. Toll, dass du deine Schwester besuchen konntest. Eine kleine Tarte würde ich dann auch bitte nehmen, Adresse haste, wa? ;-)
    Liebe Grüße,
    Daniela

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    1. Hallo Daniela, wenn man Tarte Tatin verschicken könnte, würde ich das glatt machen! ;)) Da meine Schwester sich Hals über Kopf in Paris verliebt hat, wird sie wohl schon bald dahin zurückkehren und somit wirds mich bestimmt auch wieder dorthin verschlagen...man kann nicht oft genug dort gewesen sein, es gibt echt immer was Neues zu entdecken...;))) Alles Liebe!! Julia

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  4. Oh Paris, eine meiner Lieblingsstaedte!
    Liebe Julia, ich hab dich fuer den Liebster Award nominiert (allerdings scheint mein Computer unfaehig zu sein, bei dir einen Kommentar zu hinterlassen). Ich wuerde mich freuen, wenn du die Nominierung annimmst. Die Fragen findest du hier:

    http://lauradreamsofcakes.com/2015/01/18/liebster-award/

    Alles Liebe von der Insel
    Laura

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    1. Hallo Inselbewohnerin, vielenvielen Dank für die Nominierung! Meine Schwester hat mich ebenfalls für einen Award nominiert, also werde ich die beiden Awards wohl irgendwie zusammenlegen...ich hoffe du hast eine gute Zeit auf einer meiner Lieblingsinseln, da verstecken sich ja auch jede Mende Inspirationsquellen....ich sag nur SCONES <3 kennst du denn Trifle? Selbstgemacht ist es eines meiner absoluten Lieblingsdesserts....:) Alles Liebe! Julia

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  5. Dein Beitrag ist ja nett geworden! Und zu salzigen Laugenstangen mit Honig kann ich nur sagen: Ja bitte!
    Scones hab ich grad am Wochenende mal wieder gebacken - mmmmh, lecker. Leider sind sie schon wieder alle aufgegessen. Trifle kenn ich nicht, steht aber ab sofort auf meiner To Eat Liste!

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