Julia Mauracher. Powered by Blogger.

Die Weisheit des Eis oder: Birnen - Mandel - Küchlein

"Kannst du mir Eclairs machen? Ganz viele?", wurde ich vor zwei Wochen gefragt und natürlich konnte ich nicht Nein sagen. Mein Papa wird immerhin nicht jedes Jahr 50. Äh, 40. Äh, 30...
Inzwischen fülle ich meine Eclairs nur mehr mit selbstgemachter Creme Patissiere, ich finde, die schmeckt einfach intensiver als normaler Vanillepudding. Und die Konsistenz find ich auch besser.
Für diese Creme braucht man aber (für 10 Eclairs) drei ganze Eigelb und durch die hohe Anzahl an Eclairs steigerte sich die Eiweiß-Anzahl dann auch rasch.
Also stand ich plötzlich mit so vielen Eiweiß da, dass ich die Verwertungsidee "ganze ganz viele Macarons" gleich verwarf. Niemand kann so viele Macarons essen.
Wobei - vielleicht wollte ich auch ganz einfach nicht so viele Macarons herstellen...
Und was tut Frau Bäckerin wenn sie ganz dringend ein cooles Rezept für Berge von Eiweiß sucht?


GENAU.
Das gesamte Bücherregal durchforsten.
Welch freudige Überraschung, als ich außgerechnet in meinem neuesten Backbuch die rettende Backlösung fand!
Schon im Sommer wanderte "WHAT KATIE ATE", eines der wunderschönsten Bücher jemals, in meinen Amazon-Warenkorb. Katie Quinn Davies, Australierin mit irischen (!!) Wurzeln schreibt auf ihrem Blog schon lange über Essen und Food-Photography, jetzt gibt es auch endlich ein Buch zum Blog.


Der Aufbau des Buches erinnert mich an die klassischen Jamie Oliver - Bücher, es gibt alle möglichen Kategorien, "Mittagessen", "Drinks", "Salate" und die natürlich von mir favourisierte Abteilung "Desserts".
Die "Friands", wie sie in Katies Rezept heißen, sind eigentlich französische kleine Küchlein, bekannt sind sie aber vor allem in Australien und Neuseeland. Da ich keine Friands-Backform habe, wurden meine Küchlein kurzerhand im Muffinblech gebacken.
Passend zum Herbst wanderten statt Himbeeren (aus dem Originalrezept) Birnen und Mandeln in den saftigen Teig. Passt geschmacklich genauso super dazu.

BIRNEN - MANDEL -KÜCHLEIN
(für 18 Stück)

10 Eiweiß, M
300g zerlassene Butter
175g geriebene Mandeln
350g Puderzucker, gesiebt
100g Mehl, gesiebt
4 - 5 Birnen
50g Mandelstifte

Die Butter schmelzen und zur Seite stellen. Die Birnen schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
Zwei Muffinbleche einfetten  und mit Mehl bestäuben. Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Die Eiweiß kurz aufschlagen (nicht steif!), gerade so, dass sie ein wenig schäumen.  Die Mandeln, das Mehl und den Puderzucker auf niedrigster Stufe unterrühren, die Butter ebenfalls vorsichtig einrühren.
Den Teig in die Mulden geben, dabei jede Mulde zu 2/3 befüllen. Birnenstückchen auf den Teig legen und sanft in den Teig drücken. Die Mandelstifte ebenfalls auf den Teig verteilen, aber nicht eindrücken.
Die Küchlein für etwa 20 - 25 Minuten goldbraun backen. Nach der Backzeit ein Stäbchen in die Küchlein stecken, bleibt kein Teig hängen, sind sie fertig.
Die Küchlein komplett auskühlen lassen und dann vorsichtig aus der Form lösen. Dabei helfen ein Messer und ein Kuchenheber.
Wer eine Silikonbackform hat, kann die gut verwenden, dann lassen sich die Küchlein besser lösen.
Mit Puderzucker bestreuen und am besten warm servieren.


Übrigens: jetzt fängt das mit den sonnenlosen Tagen im schönen Tiroler Land an....meine Kamera weint. Und ich auch. Bei bedecktem Himmel Fotos schießen macht KEINEN Spaß!! :(
Hoffentlich vergeht der Winter schnell....

Der Samstag oder: Hefeschnecken mit Grießpudding und Zwetschgen

Gemeinsam mit Uni- und Herbst-Start kommt auch DER Samstag wieder.
Andere Worte für Samstag sind: Katerauschlaftag, Sofatag, Spaziergangtag, Schlabberhosentag, Serienjunkietag, Extremshoppingtag und Kaffee-und-Kuchen-Tag.


Ich liebe Samstage - und im Herbst hab ich sie auch gerne mal verregnet.
Früher hieß das vor allem IKEA mit der Family, danach Mittagessen PLUS Dessert, Großelternbesuch am Nachmittag und oben drauf wird der Holzofen angefeuert.
Inzwischen haben sich meine Samstage verändert, manchmal verdiene ich ganz brav meine Brötchen, manchmal stürtze ich mich ins Gebirge, aber am liebsten verbringe ich einen kalten, verregneten Samstag zwischen Kuschelsofa und Backofen.


Im Internet surfen, nach Rezepten stöbern, Einkaufslisten kritzeln, gesamte Blogs lesen, einen Teller Pasta essen und - Dank neuem TV-Reciever - auch ENDLICH ohne Ende Jamie Oliver und Enie van de Meiklokjes beim Küchenzauber beobachten.
Ein Mix aus all dem hat mich auf das Rezept des heutigen Backwerks gebracht.
In den letzten Wochen haben Markus vom Blog "Backbube" und Stefanie vom Blog "Zuckerbrot und Saures" mich mit ihren Zwetschgen-Bäckereien so inspiriert, dass eine einzige Folge "Sweet & Easy" ausreichte, um mein faules Hinterteil vom Sofa Richtung Backofen zu erheben.
Mein erster süßer Hefeteig schmeckt himmlisch, das Rezept dazu habe ich auf dem lecker.de - Foodboard gefunden.
Auch zum ersten Mal selbst gemacht habe ich den Grießpudding. Früher gab es den, natürlich selbstgemacht von Mama, bei uns manchmal als Dessert, später wanderte er dann öfters mal vom Supermarktregal in meine Jausenbox. Aber selbermachen ist natürlich immerimmerimmer besser!!
 Den Pudding kann man schon am Vortag zubereiten, es bleibt vermutlich auch ein bisschen Pudding übrig...aber das macht gar nichts, denn der wird bestimmt aufgegessen! ;)


 HEFESCHNECKEN MIT GRIESSPUDDING UND ZWETSCHGEN
(für 12 - 15 Schnecken)

für den Grießpudding 
700ml Vollmilch
1 Pack. Puddinpulver Vanille
70g Weichweizengrieß
60g Kristallzucker

für den Hefeteig
125ml Vollmilch
40g Butter
250g Mehl
50g Feinkristallzucker
1/2 Pack. Vanillezucker
1 kleines Ei
Prise Salz
1/2 Würfel frische Hefe (21g)

6 - 8 reife Zwetschgen
etwas brauner Rohrzucker

Für den Grießpudding das Puddingpulver mit ein paar Esslöffeln der Milch glattrühren, die restliche Milch in einem Topf erhitzen.
Den Grieß mit dem Zucker mischen und kurz bevor die Milch kocht den Topf vom Herd nehmen und die Grieß-Zucker-Mischung einrühren.
Dann das Puddingpulver einrühren und den Topf wieder auf die Herdplatte stellen. Unter Rühren aufkochen lassen, dann bei niedriger Hitze ein paar Minuten lang köcheln lassen, bis der Grieß anzieht. Dann den Pudding abkühlen lassen.

Für den Hefeteig die Milch mit dem Butter in einen Topf geben, vorsichtig erhitzen und die Butter schmelzen lassen.
Mehl, Zucker, Vanille, Ei, Salz und die zerbröckelte Hefe in eine Schüssel geben.
Die Milch vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen und dann in die Schüssel geben.
Wer einen Standmixer mit Knethaken hat, der darf jetzt die Maschine arbeiten lassen, alle anderen fleißigen BäckerInnen müssen jetzt Muskeln zeigen.
Die Masse zu einem glatten Teig verkneten, abdecken und dann mindestens 40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
Da ich im Herbst keinen "warmen Ort" in meiner Wohnung finden konnte habe ich kurzerhand den Backofen fünf Minuten auf 200°C vorgeheizt, ihn dann wieder ausgeschalten (das dürft ihr nicht vergessen!! ;)) und den Teig dann einfach ins Backrohr gestellt. Das hat wirklich super geklappt, der Teig ging prima auf. Dieser Schritt ist sehr wichtig, also achtet darauf, dass der Teig wirklich aufgegangen ist, bevor ihr ihn weiterverwendet.

Die Zwetschgen in dünne Scheiben schneiden und ein Muffinblech mit Öl oder flüssiger Butter auspinseln.

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Hefeteig dünn zu einem schmalen Rechteck ausrollen.
Dann den Teig mit Grießpudding bestreichen, dabei etwa ein Drittel am kurzen Ende des Rechtecks auslassen.
Den Pudding mit Zwetschgen belegen und zuletzt ein bisschen Rohrzucker über den Belag streuen.

Nun den Teig von der befüllten Seite her fest aufrollen. Die Rolle etwas in die Länge ziehen, dann mit einem scharfen Messer in 1 - 2 cm dicke Scheiben abschneiden.
Die Scheiben in jeweils eine Mulde des Muffinblechs legen, mit etwas flüssiger Butter bestreichen und dann 15 - 20 Minuten goldbraun backen.

Das Blech aus dem Ofen nehmen und die Schnecken auskühlen lassen, dann aus den Mulden nehmen.
Die Idee, die Schnecken in den Muffinmulden zu backen stammt aus dem letzten LECKER - Magazin, ich fand die Idee ganz interessant, aber man kann die Schnecken natürlich auch auf ein Backblech legen und so backen.
Wer möchte, kann die Schnecken dann noch mit Zuckerguss überziehen....schmeckt einfach wahnsinnig lecker, die Kombination aus fluffigem Hefeteig, fruchtigen Zwetschgen und Zuckerguss....


Schneeflöckchen oder: Raffaello - Cupcakes

Als Donnerstagabend zwei Blech supersaftige Küchlein im Ofen und eine weiße Schokoganache im Kühlschrank darauf warteten, zu umwerfend leckeren Raffaello-Cupcakes zu werden, erreicht mich eine verstörende Nachricht.


Den ganzen Tag über hatte es geregnet und ich hatte mich in meine Wohnung verkrümmelt: Vorhänge zu, Backofen und Kerzen an, Youtube spielte eine Ella Fitzgerald und Peggy Lee - Playlist und es schien gerade ein perfekter Abend zu werden, als meine Facebook - Freunde mich plötzlich mit ihren Statusmeldungen aus dem kuschligen Träumchen rissen.
Aus dem Regen war Schnee geworden. Und eben jener Schnee machte keine Anstalten, sofort wieder zu schmelzen.
Er blieb liegen.
Und wurde sehr, sehr schnell mehr.
 

Schnee im Oktober ist eigentlich nichts ungewöhnliches in Tirol, doch meistens trifft es uns ein, zwei Wochen später als dieses Mal - und für gewöhnlich bekommen wir davor auch eine Portion wunderschönen, bunten Herbst ab.
Der fiel heuer irgendwie sehr kurz aus.
Zu all dem kamen mit dem freitäglichen Tageslicht auch die Auswirkungen des ersten Schnees zum Vorschein: keine Zugverbindungen, rutschige Straßen, Gehwege voller Äste.
Und das Schlimmste: der Schnee hat nicht nur mein Gemüsebeet geschockfrostet, es hat auch den ELF (!) Jahre alten, wunderschönen Essigbaum im Garten meiner Eltern getötet. Der Baum ist unter der Last des Schnees einfach umgefallen.
Das gab mir den Rest.
Ich habe diesen Baum geliebt!


Es blieb mir gar nichts andres übrig, als mit zusammengebissenen Zähnen "Schneeflöckchen, Weißröckchen" zu summen, viele Cupcakes zu futtern und leise Abschied vom Essigbaum zu nehmen.
Die Ironie, dass meine Raffaello - Cupcakes den Schneeflocken da draußen ein wenig ähneln, ist übrigens wieder mal sehr, sehr typisch.
Leider kann ich sie nicht hassen, da sie wirklich unglaublich gut waren.
Das Rezept für den Cupcaketeig stammt von Renate Gruber ("130g Liebe") und hat mich wieder mal voll überzeugt: die Nussküchlein waren total saftig und geschmacklich top!
Wie immer empfiehlt es sich, die Ganache für das Frosting mindestens 8h (ideal wäre über Nacht) vor der Verwendung zuzubereiten, da sie sonst nicht fest genug wird, um auf die Cupcakes gespritzt zu werden.


RAFFAELLO CUPCAKES
(für 12 Cupcakes)

für den Teig
130g Butter, Raumtemperatur
1TL Vanillezucker
1TL Zitronenzesten
4 Eier, M
130g Feinkristallzucker
Prise Salz
70g Mehl
100g geriebene Mandeln
40g geriebene Haselnüsse
12 Raffaellos

 für das Ganache - Frosting
100ml Sahne
200g weiße Kuvertüre
geröstete Mandelsplitter
Kokosflocken

Mindestens acht Stunden im Voraus die Ganache zubereiten.
Dazu die Kuvertüre klein hacken und die Sahne in einem kleinen Topf vorsichtig erhitzen.
Kurz bevor die Sahne zu kochen beginnt, den Topf vom Herd nehmen, die Kuvertüre zur Sahne geben und dann gut umrühren. Wenn die Masse glatt ist, für mindestens acht Stunden bei Raumtemperatur auskühlen lassen.
Für die Cakes den Backofen auf 180°C Ober-und Unterhitze vorheizen und ein Muffinblech mit Förmchen auskleiden.
Die Butter mit dem Vanillezucker und der Zitrone hell aufschlagen, das heißt soviel wie: die Butter mindestens 4 - 5 Minuten mit dem Mixer kräftig rühren, so wird sie fluffig und hell.
Dann die Eier trennen und die Eigelb einzeln zur Buttermischung eben, nach jedem Eigelb die Masse gründlich mixen.
In einer zweiten Schüssel die Eiweiß mit dem Feinkristallzucker und dem Salz zu einem schmierigen Schnee schlagen. Also wieder ran an den Mixer, die Eiweiß müssen ebenfalls 4 - 5 Minuten, vielleicht auch länger!,  fest geschlagen werden, bis der Schnee halbwegs fest ist.
Dieses Rezept benötigt kein Backpulver, deshalb wird hier viel gemixt. Bedeutet zwar mehr Arbeit, man wird aber mit supersaftigen Cakes belohnt!! Also bloß nicht zu früh aufgeben...
Nun das Mehl mit den Mandeln und Haselnüssen unter die Butter-Eigelb-Masse heben. Vorsichtig und langsam arbeiten.
Zuletzt den Eischnee ebenfalls unterheben, wieder vorsichtig und langsam arbeiten. Je sachter man hier arbeitet, desto fluffiger wird später das Küchlein!
Den Teig sofort in die Förmchen füllen, die Förmchen sollten dabei zu 2/3 voll sein. Je ein Raffaelllo in den Teig drücken und darauf achten, dass es völlig von Teig bedeckt ist.
Den Backofen auf 160°C reduzieren, das Blech in den Ofen geben und dann einen Kochlöffel in die Ofentür klemmen, so dass die Cupcakes bei "offenem Zug" backen können.
Nach zwanzig Minuten die Cupcakes checken. Einen Zahnstocher in die Cakes stecken (diesmal NICHT in die Mitte, denn da ist ja das Raffaello....). Bleibt kein Teig hängen, sind die Cakes fertig!
Die Cupcakes vollständig auskühlen lassen.

Die Ganache mit dem Handmixer zwei bis drei Minuten hell fluffig aufschlagen und in einen Spritzbeutel mit geschlossener Sterntülle füllen.
Für zehn bis fünfzehn Minuten in den Kühlschrank geben und dann die Cupcakes mit der Ganache frosten.
Mit gerösteten Mandelsplittern und Kokosflocken dekorieren.


Der Oktoberfestrausch oder: Schoko-Cupcakes mit Deutscher Buttercreme

Warum genau ich heute im Rausch bin, muss ich jetzt erstmal erklären.
Es ist NICHT wegen dem Oktoberfest, denn auf besagtem Feste bin ich trotz geographischer Nähe noch nie gewesen. Ich besitze (noch!) kein Dirndl, könnte mir niemals einen Liter Bier um 10 Euro leisten und bin zudem auch ganz untalentiert, was Flechtfrisuren angeht.... ich bin also einfach noch nicht bereit fürs Fest.


Der Rausch betrifft auch nicht unbedingt den Oktober, denn wegen dem bekomme ich aus zwei Gründen gleich mal eine Runde Gänsehaut.
Erstens - weil's kalt ist.
Und zweitens, weil Oktober wieder mal SCHULBEGINN bedeutet....und heuer somit auch Endspurt.
Ich starte in mein letztes Ausbildungsjahr und bin einerseits unglaublich gespannt und andererseits unglaublich panisch.
Gibt es ein Leben nach dem Studium?!? Man weiß es nicht...

Der Rausch bezieht sich eigentlich auf die Motto -Cupcakes, die ich letzte Woche backen durfte.
Ich LIEBE es, nach einem Motto zu backen. Da kann man sich so herrlich kreativ ausleben :)
Den meisten Spaß hatte ich mit dem Royal Icing, mit dem ich die kleinen Lebkuchenherzen verziert habe. Es war meine erste Royal Icing - Erfahrung und ich fühlte mich sofort in die Malstunde im Kindergarten zurückversetzt....Kekse anmalen, wie toll ist das denn???
Mir reichten die paar Mini-Lebkuchen nicht aus und so hab ich kurzerhand eine Packung Butterkekse dazu auserkoren, Opfer meines neuen Pinsel-Sets zu werden.
Die Ergebnisse waren eher mittelmäßig, auch der Umgang mit Royal Icing will gelernt sein....aber das wird schon noch ;)


Die Cupcakes waren für eine Oktoberfest-Büroparty und ich habe diese Gelegenheit genutzt, gleich mal ein neues Rezept auszuprobieren: Deutsche Buttercreme.
Die passt nicht nur geschmacklich, sondern auch namentlich zum Oktoberfest.
Dieses Rezept stammt von Nina und ich habe es in abgeänderter Form schon mal HIER probiert.
Der Pudding für die Buttercreme sollte am Vortag zubereitet werden.


SCHOKO - CUPCAKES
(für 12 - 14 Stück)
240g Zucker
2 Eier
80g Butter, Raumtemperatur
200g Mehl
40g Kakao
1EL Backpulver
1/4TL Salz
240ml Milch

Den Backofen auf 180°C vorheizen und ein Muffinblech mit Förmchen auslegen.
Die Butter mit dem Zucker, Mehl, Kakao, Backpulver und Salz zu einer sandigen Masse mixen.
Die Eier mit der Milch verquirrlen und die Hälfte davon zur Mehlmischung geben.
Gut mixen, Teigreste von den Schüsselwänden kratzen und dann den Rest der Eier-Milch-Mischung dazugeben und alles so gut miteinander verrühren, dass eine glatte Masse entsteht.
Die Förmchen zur Hälfte mit dem Teig befüllen. Da dieser Teig sehr aufgeht, reicht das aus.
Nun die Cakes für etwa 20 Minuten backen. Wenn man ein Stäbchen in die Cakes steckt und es bleibt kein Teig daran kleben, sind sie fertig gebacken.
Die Cupcakes vollständig auskühlen lassen.

DEUTSCHE BUTTERCREME
(als Topping für 12 - 14 Cupcakes)

500ml Vollmilch
3-4EL Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
50g Maisstärke
3EL Puderzucker
250g Butter, Raumtemperatur

Den Pudding am besten einen Tag vor der Zubereitung und Verwendung der Buttercreme zubereiten.
8 EL der Milch  mit dem Zucker, Vanillezucker und der Maisstärke in einer Tasse glattrühren. Die restliche Milch in einem Topf aufkochen lassen, dann den Topf vom Herd nehmen und die Maisstärke-Mischung in die heiße Milch rühren. Den Topf wieder auf den Herd stellen und den Pudding unter Rühren nochmal aufkochen lassen.
Den Pudding in eine Schüssel geben und ein Stück Frischhaltefolie direkt auf den Pudding legen, damit sich keine Haut bildet.
Den Pudding kühl stellen, aber dann gleichzeitig mit der Butter früh genug zur Weiterverwendung aus dem Kühlschrank nehmen, denn diese beiden Zutaten müssen beim Zusammenrühren Raumtemperatur haben.
Am nächsten Tag die zimmerwarme Butter mit dem Puderzucker hell und cremig schlagen und dann den Pudding esslöffelweise einrühren.
Die Creme ein bis zwei Minuten kräftig mixen, bis eine homogene Masse entstanden ist.
Die Creme eventuell noch einmal kurz kühl stellen.

Da ich mit dem Rezept für die Mini - Lebkuchen nicht zufrieden war, werde ich es euch auch nicht weitergeben ;) Ich vertröste euch da auf die Weihnachtszeit, da werde ich dann ein gelungenes Rezept posten.
Auch einen Post über Royal Icing bleibe ich euch schuldig, dazu fehlen mir noch ein paar schöne Fotos...


How I Met The Sumbitches oder: Erdnussbutter - Schoko - Karamell - Cookies

Etwas verspätet hat sich meine kleine Welt vor vier Jahren für immer verändert:
Ich wurde (wortwörtlich) über Nacht zum Fan der Serie "How I Met Your Mother" und seit diesem Tag ist ein Dienstag kein Dienstag mehr, sondern "DerTagandemdieneueFolgeimInternethochgeladenwird".
Bereits seit 2005 flimmert die für mich coolste Gang der Welt über die Fernsehbildschirme und ich habe mit Sicherheit jede einzelne Folge mindestens drei Mal gesehen. Ich gebe zu, ich scheine hier mit einem kleinen Suchtproblem zu kämpfen.
Nach wirklich langem Warten erhaschten wir Zuschauer am Ende von Staffel 8 endlich endlich einen Blick auf Ted's Zukünftige und da ich mir die Folgen immer auf Englisch ansehe, habe ich nun bereits die ersten drei Folgen von Staffel 9 gesehen.
Achtung Spoileralarm, ich lass hier jetzt eine kleine Bombe platzen.





SHE. IS. AWESOME.
Trotz anfänglichem Weißnichtsogenau mag ich "The Mother" wirklich gern, sie ist süß, sie ist nett, witzig, klug und Ted auf jeden Fall so richtig gewachsen.
Und - sie bäckt.
Es war sehr schwierig, im Laufe der 8. Staffel Ted's "Victoria" gehen zu lassen, denn die Gute war von Anfang an meine Favouritin. Warum wohl?! Sie war BÄCKERIN!!
Umso mehr erfreut es mich, dass die Mutter auch einen Hang zum Backofen zu haben scheint.
In den ersten beiden Folgen der 9. Staffel bäckt sie nämlich Kekse.
Und nicht nur irgendwelche Kekse.
SUMBITCHES.
Das ist die Kurzform für "Sons of Bitches."


Die heißen so, weil sie echt fies sind .... also ungeheuerlich kalorienreich. Und lecker.
Immerhin verbergen sich Schoko, Erdnussbutter UND Karamell in diesen Keksen.
Ich musste sie einfach nachbacken.
Einmal Fan, immer Fan.

SUMBITCHES a la Mrs. Mosby

für ca. 20 Stück

85g Butter, Raumtemperatur
55g brauner Rohrzucker
50g Feinkristallzucker
1 kleines Ei
1TL Vanilleextrakt / 1/2 Päckch. Vanillezucker
90g Erdnussbutter, chrunchy
130g Mehl
1/4TL Natron
kleine Prise Salz
80g Vollmilchschokolade
8 - 10 Karamellen (weiche Karamell-Bonbons)

Die Schokolade und Karamellen in kleine Stückchen schneiden.
In einer Schüssel die weiche Butter mit den Zuckern cremig hell aufschlagen.
Die Erdnussbutter dazugeben und gut einrühren.
Nun das Ei und die Vanille dazugeben. Gründlich mixen.
In einer zweiten Schüssel das Mehl mit dem Natron und Salz gut vermischen, dann die Mehl-Mischung in die Butter-Ei-Mischung rühren.
Die Schoko- und Karamellstückchen zur Masse geben, alles nochmal gründlich verrühren und dann den Teig für zwanzig Minuten kühl stellen.
Inzwischen den Backofen auf 150°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
Wenn der Teig halbwegs fest ist, kleine Kugeln formen (etwa 2,5 cm groß) und die Bällchen aufs Backblech legen. Dann eine Gabel befeuchten, in Zucker tauchen und die Bällchen mit der Gabel flach drücken. Die Gabel immer wieder befeuchten und im Zucker wenden.
Die Cookies nun für 10 - 15 Minuten backen, bis die Ränder gebräunt, die Cookies innen aber noch eher weich sind.
Die Cookies samt Backpapier sofort vom Backblech nehmen und auskühlen lassen.



Grundrezept für Erdnussbutter-Cookies gefunden auf www.joyofbaking.com