Julia Mauracher. Powered by Blogger.

[MOVIE DAYS 02] Petit Fours aus Blätterteig





Wenn man mich fragen würde, mit welchen Regisseuren ich gerne einen Film drehen würde, fallen mir ganz spontan drei ein: Quentin Tarantino, Sofia Coppola und Florian David Fitz.
Und wenn ich dann noch mal drüber nachdenke, fallen mir noch viiiiele andere ein...
Quentin Tarantino habe ich erst sehr spät für mich entdeckt - mein erster Film war "Inglorious Basterds". Dann folgten Pulp Fiction, Reservoir Dogs, Kill Bill und natürlich Django Unchained. Obwohl ich überhaupt nicht auf blutige Filme stehe, finde ich die Tarantino-Filme einfach klasse. Der Typ lässt immer " die Sau" raus, erzählt skurile Geschichten und ist erfolgreich damit. Die Schauspieler haben bestimmt immer einen Riesenspaß am Set, wobei so jemand wie Tarantino, der auf wirklich jedes klitzleine Detail achtet, seine Darsteller sicher auch an ihre Grenzen treibt.
Find ich super!
Also, falls jemand von euch Quentin Tarantino kennt....dann meldet euch :D

Jetzt schreibe ich hier ewig über Tarantino, wenn's doch eigentlich um Sofia Coppola geht, die Regisseurin von "Marie Antoinette". Andere tolle Filme von ihr sind "Lost in Translation" und "Somewhere".
Ihr Film über die Tochter der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, die nach Frankreich verheiratet wird, damit alles andere als glücklich ist und schließlich als zentrale Figur der französischen Revolution endet, beeindruckt mit Bildern, Musik und tollen Darstellern. Und CANDY. Wer den Film gesehen hat, der weiß, wovon ich spreche: den ganzen Film über wird geschlemmt. Kuchen, Torten, Petit Fours, Macarons, Eclairs, Früchte und noch viiieles mehr kommt bei Marie Antoinette auf den Tisch und schafft so ein perfektes Bild der Dekadenz, in welcher die junge Königin lebte.

 - Marie Antoinette wird aus politischem Kalkül ihrer Mutter, der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, als Teenager mit dem französischen Thronfolger Ludwig XVI. verheiratet. Schweren Herzens muss die 14jährige Prinzessin die geliebte Heimat hinter sich lassen – und trifft auf eine völlig neue Welt. Am französischen Hof herrschen andere Sitten und ihr Ehemann Ludwig geht lieber auf die Jagd, als seinen ehelichen Pflichten nachzukommen. Gelangweilt von ihrer Ehe gibt sich Marie Antoinette pompösen Festen in einer vom Rest der Gesellschaft abgeschotteten, elitären Atmosphäre hin. Lebensfroh, vergnügungssüchtig, sorglos und verschwenderisch sind schon bald die Attribute, die der Regentin zugeschrieben werden.
Um den Intrigen, dem strengen Hofprotokoll und dem Druck, einen Nachfolger zu gebären, zu entfliehen, stürzt sich die französische Königin in einen dekadenten Konsumrausch. Ihre Vorlieben prägen den Stil des 18. Jahrhunderts. Was sie trägt, wird Mode: Meterhohe Turmfrisuren, pompöse Kleider, die teuersten Geschmeide, und die ausgefallensten Schuhe. Gegenüber den politischen und sozialen Veränderungen in ihrem Land zeigt sie sich ignorant und unwissend. Und so gehen die Anfänge der Französischen Revolution im Mikrokosmos des königlichen Hofes gänzlich unter.
 - www.mpex.net

Nun ist mir leider der Versuch, traditionelle Petit Fours herzustellen, nicht gelungen. Der Zuckerguss wollte einfach nicht gehorchen. Also leider vertage ich dieses Rezept in die Zukunft.
Wenn man in Frankreich aber ein "Petit Four" bestellt, bekommt man nicht einfach einen kleinen Kuchen serviert. Hinter diesem Namen verstecken sich nämlich sehr viele verschiedene, kleine Backwerke: kleine Törtchen, Mousee, Blätterteiggebäck, Eclairs und vieles mehr. Übersetzt heißt Petit Four "kleiner Ofen". Früher wurden diese Gebäckstücke abends nach Betriebsschluss mit der Resthitze der kleinen Öfen in den Patisserien gebacken.
Also gibt es heute Blätterteig Petit Fours. Ihr könnt den Blätterteig gerne selber machen, mir ist das noch etwas zu schwierig. Dafür gibt's selbstgemachten Vanillepudding und ein bisschen Bastelarbeit :)

BLÄTTERTEIG PETIT FOURS

1 Packung Blätterteig, ausgerollt
250ml Sahne
Deko, wie zB. Früchte, Schokosplitter, Marzipanrosen

für den Vanillepudding
250ml Milch
3EL Zucker
25g Maisstärke
1EL Vanilleextrakt oder ein Päckchen Vanillezucker

Zuerst den Vanillepudding zubereiten.
4EL von der Milch mit dem Zucker und der Maisstärke verrühren, die restliche Milch aufkochen lassen. Die Zucker-Maisstärke-Mischung in die Milch einrühren, Vanille dazugeben und nochmals aufkochen lassen. Dann kühl stellen. Um eine Haut auf dem Pudding zu verhindern, Frischhaltefolie auf den Pudding legen.

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Ich habe zweierlei Petit Fours gemacht, kleine Körbchen und Tartelettes.
Für die Körbchen zwei verschieden große runde Ausstechformen benutzen. Zuerst mit der größeren Form beliebig viele Kreise ausstechen - daran denken, dass man für ein Körbchen immer zwei Kreise benötigt.
Nun aus der Hälfte der großen Kreise mit der kleinen Ausstechform eine Art "Rand" ausstechen, so wie auf dem Foto:




Nun die Ränder lösen und auf jeweils einen großen Kreis setzen. Ich habe die Ränder mit flüssiger Butter "angeklebt".



Für die Petit Fours in Tartelette-Form einfach kleine Tartelette-Förmchen mit Butter einfetten, mit Blätterteig auskleiden, Backpapier drauflegen und mit zB. Bohnen beschweren. Das nennt man "Blindbacken" und ist wichtig, damit der Blätterteig am Boden nicht aufgeht.

Die Petit Fours nun ca. 10 - 15 Minuten goldbraun backen. Achtung, Blätterteig wird sehr schnell ZU dunkel!
Die Petit Fours aus dem Ofen nehmen. Bei den Körbchen sollte sich nun eine "Blase" in der Mitte gebildet haben, die wird einfach aus dem Körbchen rausgeschnitten. Den Boden aber drin lassen!
Das Gebäck auskühlen lassen und dann befüllen.
Die Sahne steif schlagen und unter den erkalteten Pudding heben. In einer Spritzbeutel füllen und in die Petit Fours spritzen.
Mit Schokosplittern, Früchten oder Marzipanrosen dekorieren. Ein Tutorial dazu gibt's bei der lieben Nina.

Und auch heute nicht vergessen: wer diesen Post kommentiert oder auf dem eigenen Blog meine Postings verlinkt (und das im Kommentar erwähnt), der bekommt ein Los für die "Julia Bakes! Movie Days" - Verlosung. Zu gewinnen gibt's ein Movie-Package. Infos gibt's hier.



Kommentare

  1. Den Film habe ich tatsächlich noch nicht gesehen, musste aber unbedingt in das von Dir verlinkte Video reingucken. Und nun hab ich Hunger *lach* Vor Petit Fours, wie man sie kennt, habe ich einen Heidenrespekt. Ich lese so oft, daß die Dinger Fummelarbeit sind. Blätterteig und Vanillepudding wie bei Dir wären da schon eher was für mich. Sieht sehr, sehr lecker aus!

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    1. Ich dachte ja erst: "Kleine Biskuit-Törtchen, das kann doch nicht so schwer sein!"....tja, denkste! Ist wirklich eine totale Fummelarbeit...geschmeckt haben sie ja gut, aber ausgesehen haben sie wie kleine schiefe Türmchen, hihi ;) Falls du's trotzdem mal ausprobierst, bin ich dankbar für jeden kleinen Tipp! :)
      Liebe Grüße
      Julia

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  2. ja, sieht wirklich köstlichst aus!

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    1. Danke Tonia, freut mich, dass dir mein Rezept gefällt :)

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  3. Ich weiß jetzt schon was ich am Wochenende ausprobieren werde :-) danke für das super Rezept!

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    1. Hallo Annibelle,
      ich hoffe, die Petit Fours werden dir schmecken! :) Ich persönlich kann ja nie genug von Vanillepudding und Blätterteig bekommen...<3

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    1. Musst mal deinen Mitbewohner fragen, ob er dir die "echten" Petit Fours zaubert, bei dem liegt das Talent doch in der Familie ;)

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  5. Hallo Julia!
    Find die Idee von deinem Wettbewerb echt nett und du machst nicht nur deine Rezepte schmackhaft, sondern auch die Filme! Weiter so!
    lg
    Patrizia

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    1. Liebe Patrizia, ich freue mich, dass du auf meinem Blog gelandet bist! :) Es macht mir großen Spaß, nicht nur über Süßes, sondern auch über Filme zu bloggen, immerhin ist das ja meine zweite große Leidenschaft und ich genieße es, beides miteinander zu verbinden :)
      Alles Liebe!
      Julia

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  6. Tolles Rezept - wird gleich abgespeichert und gemacht :)

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    1. Das freut mich sehr :) Guten Appetit! ;)

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  7. Liebe Julia, ich bin gerade per Zufall auf deinen Blog gestoßen und ich sag dir *wow* ;o)
    Tolle Sachen bäckst du, da probiere ich doch gern mal das eine oder andere Rezept aus! Und tolle Bilder! Wie sind deine Erfahrungen zu *Post aus meiner Küche?* - ich bin schwer am grübeln, ob ich auch mal mitmachen soll...

    Herzliche Grüße über den Arlberg, Bettina

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    1. Liebe Bettina,
      ich freue mich, dass du meinen Blog besucht hast, danke! :)
      Lass mich wissen, wie deine Nachback-Aktionen gelungen sind :)
      Ich habe nun bei zwei Runden PAMK teilgenommen und es war jedesmal ein ganz tolles Erlebnis. Klar, es steckt viel Arbeit und auch etwas Geld dahinter, aber die Aufregung, der Spaß, das wochenlange Planen, das Päckchen auspacken...ich möchte nicht drauf verzichten müssen ;) Meine beiden Tauschpartnerinnen waren sehr liebe Mädels aus Wien und Linz und haben mich mit leckeren Köstlichkeiten überrascht. Die Organisation funktioniert auch immer sehr gut, bis jetzt hatte ich da nie Probleme. Und die Themen sind halt auch immer ziemlich toll! Also ich kann dir nur raten, teilzunehmen, diese Erfahrung bereust du bestimmt nicht! :)
      Die nächste Runde startet glaub ich im Juni oder Juli. Wir Ösis bekommen auch immer einen Tauschpartner aus Österreich zugeteilt, dann spart man sich überteuerte Gebühren für Pakete nach Deutschland.
      Herzliche Grüße zurück! :)
      Julia

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    1. Da hast du natürlich recht....mein Fehler :)

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  9. Ich finde Blättertag so praktisch. Damit kann man so viel machen und im einfachsten Fall geht man in den Supermarkt und holt sich eine Rolle. Finde ich total süß, werde ich auch mal ausprobieren. Meine Kolleginnen erwarten schon immer, dass ich tolles Gebäck mit auf Arbeit bringe. Hehe.

    Jasmin

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    1. Hi Jasmin, Blätterteig ist wirklich klasse :) Ich hab gard wieder was im Ofen...yummy :) Meine Mitstudenten fragen inzwischen auch immer besorgt nach, wass denn mit mir los ist, wenn ich mal ne Zeit lang nix zum Naschen mitbring ;)

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